Pfingsten ist ja eigentlich nicht unbedingt das Wochenende, an dem man Wandern gehen möchte, schon gar nicht in den Zeiten einer Pandemie, an dem aber auch jeder irgendwie da draußen zu sein scheint, aber nehmen lassen konnten wir es uns auch nicht. Mal waren wir zu dritt, mal zu zweit, mal war ich alleine, schön waren aber alle Wanderungen.

Samstag, 30.05.2020

Wir trafen uns am Parkplatz in der Nähe von der Pielitzhöhe. Entlang dem Großpostwitzer Rundwanderweg, durch Weigsdorf, vorbei am Matschenberg und Mordteich, folgten wir weiter dem Oberlausitzer Bergweg immer Richtung Bieleboh, unserem ersten Ziel. Vom Aussichtsturm auf dem Bieleboh hat man nicht nur eine wunderschöne Aussicht, sondern bekommt auch einen Ausblick bis ins Riesengebirge.

Da wir bis hier hin schon ein gutes Stück unterwegs waren und es bereits zur Mittagszeit war, ließen wir es uns auch nicht nehmen, im dortigen Restaurant eine Pause einzulegen, etwas zu Essen, etwas zu trinken und die strahlende Sonne zu genießen. Stärkung muss sein, schließlich hatten wir auch erst gut ein Drittel der Strecke zurück gelegt.

Weiter ging es über den Rundwanderweg Cunewalde hoch zum gegenüberliegenden Czorneboh, von dem aus sich über den Aussichtsturm ebenfalls eine schöne Aussicht präsentiert.

Und auch in der Gastwirtschaft am Czorneboh haben wir uns noch ein kühles Getränk gegönnt, bevor wir noch das letzte kleine Stück zurückgingen.

Gesamtstrecke: 25644 m
Maximale Höhe: 569 m
Minimale Höhe: 253 m
Gesamtanstieg: 1100 m
Gesamtzeit: 07:12:07

Sonntag, 31.05.2020

Eigentlich wollte ich heute einen Tag Pause einlegen, doch als ich frühs um sieben schon wach lag, hatte ich nach einem kurzen Blick auf das Wetter spontan beschlossen, dass es wohl doch nicht so sein wird. Mit geplanten 9 km soll es auch nur ein kurzer gemütlicher Spaziergang werden. Nichts Extremes, einfach nur etwas bewegen. Da ich kürzlich Bilder der Königshainer Berge gesehen hatte und diese mich neugierig gemacht hatten, beschloss ich in diese Richtung loszuziehen. also machte ich mich kurz nach acht auf, die erstmal einstündige Autofahrt anzutreten.

Kurz nach neun ging es vom nahegelegenen Parkplatz auch schon los, erstmal der Straße entlang den Berg hoch, wo nach kurzer Zeit ein Weg rechts weg zum alten Steinbruch führte. Ich wusste zwar bereits, was da so ungefähr zu erwarten war, aber als ich die ersten Blicke auf die Teiche im Steinbruch warf, war ich wie geflasht. Irgendwie hat es mich total überwältigt.

Während ich da stand, kamen zwei Polizisten vorbei, die angerufen wurden, weil Leute dort ihre Zelte aufgeschlagen hatten. Nachdem ich erstmal beruhigt war, dass sie nicht mich suchen (nicht das es einen Grund gäbe), habe ich mich noch etwas mit ihnen unterhalten und die Chance gleich genutzt ein paar Fragen beantwortet zu bekommen. Ja, nur mit einem Schlafsack darf man sich da hinlegen und schlafen, Schwimmen ist auch erlaubt, aber von den Klippen reinspringen sollte man nicht, da es noch viele Steinblöcke im Wasser gibt, die man nicht sehen bzw. die Tiefe richtig einschätzen kann. Trotzdem wollte ich es mir nicht nehmen lassen, mich an der einen Klippe hinzusetzen, um meiner Tiefenangst den Mittelfinger zu zeigen.

Weiter über Stock und Stein ging ich meinen Weg weiter durch den Steinbruch, welcher nicht nur die schönen Teiche offenbarte, sondern auch noch Zeugen aus der damaligen Zeit, wie Ruinen und Werkzeuge, hervorbrachte.

Nach 2,5 h hatte ich dann auch die ersten 2,5 km geschafft und beschloss, ebenfalls durch das vermehrte aufkommen anderer Leute, meinen Weg fortzusetzen und eine Runde durch den Weg zu gehen. Entlang dem Jakobsweg und dem Pilgerstein folgte ich dem Wanderweg Thiemendorf-Meuselwitz hoch zum Teufelsstein.

Weiter über den Hochstein, ging es wieder hinunter am Königsbruch Nirwana und einer Kuhweide vorbei zurück zum Parkplatz, wo ich nach vier Stunden meine Runde abschloss.

Gesamtstrecke: 9814 m
Maximale Höhe: 398 m
Minimale Höhe: 249 m
Gesamtanstieg: 508 m
Gesamtzeit: 03:47:59

Montag, 01.06.2020

Als Vorbereitung auf die Häntzschelstiege (und um die Menschenmassen dort heute zu umgehen) ging es nach Start in Schmilka gleich erstmal hoch zur Starken Stiege. Die Stiege überwindet rund 40 hm, ohne Sicherung dafür mit Metalgriffen für den erleichterten Aufstieg.

Photo by US

Leider war dieser Spaß schon nach nur kurzer Zeit wieder vorbei und wir folgten dem Oberen Terassenweg entlang der Sandsteinfelsen weiter, um auch noch den obersten Teil der Heiligen Stiege zu erwischen. Weiter entlang ging es dem Malerweg alles wieder Berg ab, um dann durch die Wilde Hölle wieder alles hoch zum Carolafelsen zu steigen. Auch wenn mich die vielen Menschen am Carolafelsen etwas störten, ließen wir uns es nicht nehmen, nach dem Aufstieg kurz eine Pause einzulegen und die Aussicht zu genießen.

Entlang dem Reitsteig gingen wir weiter über den Grossen Winterberg den Grenzweg hinunter zurück nach Schmilka, wo wir uns dann noch kurz vor Ende ein Eis schmecken ließen.

Gesamtstrecke: 20313 m
Maximale Höhe: 552 m
Minimale Höhe: 120 m
Gesamtanstieg: 1105 m
Gesamtzeit: 06:24:54

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